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Zuletzt aktualisiert: 4. Oktober 2014


Willkommen



Schön, dass Sie da sind!


Hallo. Schön, dass Sie sich für meine Seite interessieren. Hier können Sie einen kleinen Auszug aus meinen Malarbeiten betrachten. Durch das Auf und Ab meines Lebens können Sie hier stochern. Meine Masken des lauten Chaos und glitzernden Gelächter in feuchten und schlüpfrigen Portraits aus Luft und leuchtenden Farben auf Leinwänden aus Satin, von bleicher und zitternder Hand gespannt, dürfen Sie sich reinziehen, bis der Magen Ihnen explodiert.
Bei meinen Arbeiten vibriere ich wie eine schwankende Tulpe. Geschreie sickern aus meinen Poren. Es kommt selten vor, dass ich mit einem Bild zufrieden bin.

Bilder! Bewegte Bilder, mit dem Atem des Lebens erfüllt, erstarrt und flach in einer Dimension aus Andeutung und Augenblick. Emotionen, die sich heute auf dem Gesicht meiner Leinwand abspielen, füllen mir die Venen mit Eis, bis sie völlig taub sind. Bin zerbrechlich. Unfähig zu malen. Bin außerstande meine Bilder zu vollenden. Wie Kamikaze Flieger stürze ich zu Boden, - richte mich wieder auf und schreibe Geschichte.
Noch habe ich alle Farben, um meine Vision sichtbar zu machen.



2014


Mit einem Stock durch die Ruinen meiner Kindheit stochern. Die Tränen meiner Mutter unter meinen Füßen. Die zusammengerollten Gefühle in meiner Hand. Mir krampft sich der Magen zusammen! Die Erinnerung ist kalt und feucht, und doch so warm. Das Reich der Geburt, der Auferstehung des Lebens. Das Reich des Verlassens, - und in der Ferne wieder ein Schloss. Geschichte, - nostalgische Ruinen im Zerfall. Die stillen Flüsse in den Strassen von Bunzlau. Und mit jeder Biegung des Stroms begann ein neuer Ruf des Lebens. Und mit jedem Licht des Tages begann eine neue Epoche! Erhängter Poet. Erschlagener Held. Ausgetrockene Seele. Eine Fotografie leer. Ein Standbild aus einem Film, der nie zu Ende gedreht wurde.


1978
Weil die Zeit so drängt,
und neue Kleider trägt!


Heute ist Sonntag, 1978. Ich habe ein paar Stunden mit meinem Vater verbracht. Das Wetter war zum fürchten, es hagelte mitten im Frühling. Und doch, in meiner Fantasiewelt verbrachte ich diesen Tag beträchtlich.
Ich spaziere mit meinem Vater in dieser braun-gefärbten Einöde, die mir zum Symbol - keine Echtheit, nur zum Sinnbild geworden ist.
Mein Vater klagt: "Ich weiß nicht, woran ich mich halten soll. Von der realen Welt bin ich nicht anerkannt. Und von der göttlichen - betrogen."
Ich bin zehn Jahre alt, und ich weiß, dass unser Gott schläft! - Vielleicht sollten wir uns einen neuen Schöpfer erbauen?
Hier geschah es, dass ich vorm Zorn schrie! Vor den Geheimnissen des Lebens war ich noch Jahre entfernt. Doch einen Erzengel der Kommunikation, trug ich bereits in mir - ganz tief in meinem offenbaren Herzen, das sich nach Telepathie sehnte.
Ich stell' mir vor, wie Gott außer sich schreit und schlimme Gebete bellt. Mein Vater lacht nur drüber, und ist doch sehr traurig. Grade ihm soll so was passieren! Ihm - der unseren Gott angebetet hatte, wie kein anderer.



1972
Einst werde ich ein Rennfahrer.
Oder ein Auto!



Als das Kind noch Kind war,
lief zum Kleiderschrank hin -
wühlte da rum -
suchte nach Leben.
Fand eine schwarze Uniform -
zog sie an
und wurde Poet.


Geschichte -
ein Reich zerbrochener Rippen.
Straßen voller Erinnerungsfotografien.
Ein Postkartenstempel mit Rock and Roll-Gruß -
wo bin ich denn nun untergetaucht?

Zuschauer betrachten heute mein Blut aus den Adern;
eine Welle aus davonschwimmenden Farben.

Hôtel de Allemagne -
Sofie auf meiner Leinwand,
Augen so groß wie Bette Davis' -
zynische Lyonerin
als Heldin geweiht spielt für mich Bolero.



"Oh, hast du dich verletzt?"
"Ach, dies - nein, es ist nur ein Pflaster.
Ich bin ungeschickt, weißt du.
So was passiert mir dauernd."