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Zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2015



Schön, dass Sie da sind!


Hallo. Schön, dass Sie sich für meine Seite interessieren. Hier können Sie einen kleinen Auszug aus meinen Malarbeiten betrachten. Durch das Auf und Ab meines Lebens können Sie hier stochern. Meine Masken des lauten Chaos und glitzernden Gelächter in feuchten und schlüpfrigen Portraits aus Luft und leuchtenden Farben auf Leinwänden aus Satin, von bleicher und zitternder Hand gespannt, dürfen Sie sich reinziehen, bis der Magen Ihnen explodiert.
Bei meinen Arbeiten vibriere ich wie eine schwankende Tulpe. Geschreie sickern aus meinen Poren. Es kommt selten vor, dass ich mit einem Bild zufrieden bin.

Bilder! Bewegte Bilder, mit dem Atem des Lebens erfüllt, erstarrt und flach in einer Dimension aus Andeutung und Augenblick. Emotionen, die sich heute auf dem Gesicht meiner Leinwand abspielen, füllen mir die Venen mit Eis, bis sie völlig taub sind. Bin zerbrechlich. Unfähig zu malen. Bin außerstande meine Bilder zu vollenden. Wie Kamikaze Flieger stürze ich zu Boden, - richte mich wieder auf und schreibe Geschichte.
Noch habe ich alle Farben, um meine Vision sichtbar zu machen.

Mit einem Stock durch die Ruinen meiner Kindheit stochern. Die Tränen meiner Mutter unter meinen Füßen. Die zusammengerollten Gefühle in meiner Hand. Mir krampft sich der Magen zusammen! Die Erinnerung ist kalt und feucht, und doch so warm. Das Reich der Geburt, der Auferstehung des Lebens. Das Reich des Verlassens, - und in der Ferne wieder ein Schloss. Geschichte, - nostalgische Ruinen im Zerfall. Die stillen Flüsse in den Straßen von Bunzlau. Und mit jeder Biegung des Stroms begann ein neuer Ruf des Lebens. Und mit jedem Licht des Tages begann eine neue Epoche! Erhängter Poet. Erschlagener Held. Ausgetrockene Seele. Eine Fotografie leer. Ein Standbild aus einem Film, der nie zu Ende gedreht wurde.

Geschichte -
ein Reich zerbrochener Rippen.
Straßen voller Erinnerungsfotografien.
Ein Postkartenstempel mit Rock and Roll-Gruß -
wo bin ich denn nun untergetaucht?

Zuschauer betrachten heute mein Blut aus den Adern;
eine Welle aus davonschwimmenden Farben.

Hôtel de Allemagne -
Sofie auf meiner Leinwand,
Augen so groß wie Bette Davis' -
zynische Lyonerin
als Heldin geweiht spielt für mich Bolero.


"Oh, hast du dich verletzt?"
"Ach, dies - nein, es ist nur ein Pflaster.
Ich bin ungeschickt, weißt du.
So was passiert mir dauernd."